Trauerhalle Gemeindefriedhof Ründeroth

 

 

Für die Umgestaltung der Trauerhalle habe ich in erster Linie freundliche, helle Farben vorgesehen, die trostspendend  wirken. Ausgehend von den sieben Stelen im Zentrum, kam mir der Gedanke der sieben Schöpfungstage.

Ausgehend vom dunkelsten Zentrum, der Rückwand des Anbaus, verwende ich ein helles lichtvolles Gelb.

Weitergeführt wird das Gelb in den direkt anschließenden Stelen, jedoch mit einer weißen Aussparung  in Streifenform. Diese weiße Aussparung setzt sich gestalterisch  durch den gesamten Raum fort und mutet letztendlich wie ein“ Umfangen sein „ an.

Die Farben der Stelen erscheinen in den Farben des Regenbogens mit einer zusätzlich aufgelegten weißen Struktur.

Die beiden Wandteile, die den Anbau umschließen, tragen die bekannten Zeichen Alpha und Omega, deren Bedeutung für den Anfang und das Ende des Lebens stehen. Diese Wandteile bleiben Weiß. Die linke Seite trägt einen Farbstreifen in Türkisblau, der für die Farbe des Wassers und somit für den Eintritt ins Leben steht. Die rechte Hälfte erhält einen Farbstreifen in einem dunklen Violett, der Farbe des Ungewissen, der Trauer und gleichzeitig der Besinnung und Erneuerung.

Die Seitenwände bekommen einen hellen Grauton unterbrochen durch den schon genannten weißen Streifen, der den gesamten Raum umschließt. Das Grau gibt dem Raum mehr Geborgenheit und Sanftheit .Diese Farbe betont die Ruhe und Stille.

 

Die Farbtafeln nehmen in ihrer Farbigkeit die Themen  der  Schöpfungstage auf.

Erster Tag:         Tag und Nacht                    Schwarz Weiß Grau

Zweiter Tag:      Himmel                                Blautöne Violett Rosa

Dritter Tag:         Land und Pflanzen             Grün

Vierter Tag:        Sonne , Mond, Sterne        Gelb Dunkelblau

Fünfter Tag:       Fische und Vögel               Blautöne

Sechster Tag:    Tiere und Mensch               Erdfarben

Siebter Tag:       Ruhetag                              Weißtönungen

 

Die Rückwand erhält eine Umkehrung des weißen Streifens. Die Aussparung erhält noch einmal in abgeschwächter Form die Farben des Todes, die allerdings in ein Weiß fließen. Die aufgemalten Symbole, ein Kreis für ewiges Leben und ein Kreuz für den Tod, erscheinen in Gold.

 

Habt keine Angst, ich habe die Welt überwunden!“ (16,33). Dies ist die Friedens-, Trost- und Liebesbotschaft Jesu Christi in jedes menschliche Leben hinein. Sie stillt eines jeden Menschen Sehnsucht, beispielsweise die nach einem Fortleben nach dem Tode, die sogar die Setzung „Mit dem Tod ist alles aus“ noch in Liebe zu umgreifen und zu verwandeln vermag. Diese frohe oder trostvolle Botschaft wird im persönlichen Todes und Trauerfall, den jeder von uns früher oder später erleben wird und tragen muss, nicht unmittelbar und immer erreichen können. Doch immer gilt unabhängig davon die Zusage, dass seine Liebe das letzte Wort hat und uns darin umfängt.

 

Unabhängig von der christlichen Vorstellung kann sich kaum jemand der Geschichte der Schöpfung entziehen. Alles Leben tritt auf die gleiche Weise in die Welt und verlässt diese mit dem Tod.

Dieses Geschehen in seiner Endgültigkeit berührt die Hinterbliebenen auf persönliche, tiefe Weise.

Umso wichtiger ist es für das Abschiednehmen  in der Stille eine würdevolle Umgebung zu gestalten.

Die Trauerhalle als Übergangs-und Abschiedsraum soll tragen, stärken, trösten und ermutigen, den eigenen Alltag wieder aufzunehmen in der Zuversicht, dass der Verabschiedete ebenfalls gegangen ist.

 

Durch sanfte Farben und einer verständlichen Symbolik könnte die Friedhofshalle in Ründeroth in diesem Sinne umgestaltet werden und den Hinterbliebenen Raum für einen würdevollen Abschied geben.

Trauerhalle Gemeindefriedhof Osberghausen

Die kleine Trauerhalle auf dem Gemeindefriedhof Osberghausen ist ein lichtvoller Raum mit großen Fensterflächen, die eine Symbiose vondem Innen- und Außenraum der Natur erzeugen.

 

Gestaltet habe ich für diese kleine Trauerhalle ein Tryptichon mit zwei Flügeltüren.

Geschlossen bilden die Aussparungen der goldenen Flügel ein Kreuz, geöffnet stellt sich eine Abschiedsszene dar:

 

Der verstorbene Mensch wird in Liebe gehalten. Die Liebe wird konkret durch die körperliche Nähe sichtbar. Angehörige und Trauernde wenden sich nicht ab, sie verweilen bei dem Verschiedenen.

 

Zwei Engel begleiten die Szene : Die Hände der Engel ragen von den Seitenflügeln des Tryptichons in die Mittelfläche. Sie überwinden und verbinden das Diesseits und das Jenseits. Sie führen den Menschen in diese irdische Welt und begleiten sie beim Heihmgang aus dieser Welt heraus.

 

Meine Bildaussage heisst: wir sind nicht allein, wir sind getragen durch die Gemeinschaft und die Anwesenheit Gottes. Unsrere Verbindung ist und bleibt die Liebe.

 

Trauerhalle Katholischer Friedhof Ründeroth

Nur eine Tür trennt den kleinen Abschiedsraum von der größeren Trauerhalle auf dem katholischen Friedhof in Ründeroth. Gerade der Sarg mit dem Verschiedenen und nur wenige Angehörige passen in diese kleine Zelle.Die räumliche Enge strahlt eine Intimität aus.Wer verweilt dort mit dem Verstorbenen  und wer tröstet die Angehörigen?

So kam mir die Idee eines Engels. Die von Gott gesandten Boten, die uns in diesen schweren Stunden beistehen. Eine Engelfigur in der Größe eines Menschen als Gegenüber und als Tröster.

Gemalt habe ich direkt auf der Wand. Nur ein wenig Sternenhimmel ergänzt dieses Bild.

Einen ersten Engel habe ich als Entwurf auf meine Küchentür gemalt. Noch am selben Abend, als der Engel fertig war, kamen die Auftraggeber in meine Küche zur Begutachtung.

Einen zweiten Engel malte ich auf festem Packpapier, ebenfalls zur Probe Dieser hat nun einen festen Platz in meinem Atelier.

Und dann einen Engel für den Abschiedsraum: weder männlich, noch weiblich, voller Mitgefühl sein Gesichtsausdruck. Er hat keine Angst, er ist nicht verzweifelt. Er hälit uns die Hand entgegen, eine Geste der Nähe und des Begleitens. Die andere Hand ruht auf seinem Herzen als Zeichen für den großen Schmerz des Abschiednehmens.

Firmung  Workshop zum Thema Beichte

Aufbrechen und sich mit Licht erfüllen lassen , so lautete der Titel für den Workshop mit Firmlingen.

Gerne unterstütze ich die Arbeit der Katecheten mit kreativen Angeboten zur Glaubensvertiefung. Durch gestalterische Prozesse kommen die Jugendlichen ins Gespräch und konkretes Handeln. Etwas Bleibendes als Erinnerung für eine persönliche Entwicklung zu schaffen, kann wertvolle Spuren hinterlassen oder auch einfach nur Spaß machen.

Firmung  Workshop zum Thema Sakramente

 

Entworfen habe ich die Motive für die 7 Sakramente., durch  Die Entwürfe habe ich mit einem Konturenmittel auf Seide übertragen und die Jugendlichen malten in Gruppen die Tücher mit Farben aus.Das geschieht sehr still mit großer Präsenz. Die Farbe hat ein starkes Fließverhalten, die Farben müssen ohne Worte aufeinander intuitiv abgestimmt werden, kleckern muss unbedingt vermieden werden. Teamarbeit ist angesagt. Anschließend folgt eine Auseinandersetzung mit dem Thema Sakrament, das bei den Gläubigen nach ihrer Überzeugung, ein sichtbares Zeichen göttliche Gnade zuteil wird.

Anschließend habe ich alle Bilder zu einem langen Store zusammengenäht, der in der Fastenzeit in der katholischen Kirche St. Bonifatius in Bielstein zu sehen ist.

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© Gabi Oetterer